Geschichte des Erdapfels

Kochen ist eine Kunst I

Kochen ist eine Kunst II

Kartoffeln kochen ist eine Kunst Teil II

Die Kartoffel als solche birgt bereits einige Gefahren, sei es bei der Auswahl der Sorte, der Lagerung oder bei der Zubereitung. Es kommt nun auch noch dazu, dass man Kartoffeln in den verschiedensten Varianten zubereiten kann.
Pellkartoffeln, Salzkartoffeln und Bratkartoffeln sind Klassiker, die in jedem Haushalt regelmäßig zubereitet werden. Jeder hat hier seine Vorlieben. Es gibt jedoch nur noch wenige, die Kartoffelpüree oder gar Klöße selbst zubereiten. Hier kommen meistens die lieben Großmütter zum Einsatz, die das handwerkliche Können und das Wissen mitbringen, gute Klöße zuzubereiten. Aber was sind gute Klöße?
Es gibt unzählige Sorten von Klößen (oder Knödeln?) und hier ist allein von Kartoffelknödeln die Rede. Die aus Thüringen haben einen ganz anderen Geschmack als die aus Sachsen, die "Halbseidenen" einen ganz anderen Glanz als die "Grünen" und die "Halb und Halb" und die "gekochten Klöße" sind auch nicht zu vergleichen. Jeder hat seine Vorlieben und sein Rezept. Vielleicht nicht jeder aber es gibt doch mind. 18.972 "Originalrezepte", und jedes ist das Beste. Ein Muss für Klöße sind Kartoffeln mit einem hohen Stärkegehalt. Diese "nur" noch waschen, schälen, reiben, trocknen, einen Teil garen, einen Teil nicht, das ganze mischen und würzen, formen und im Wasser gar ziehen lassen.

Eine sehr zeit- und kraftaufwendige Schwerstarbeit. Da hatte sich die Hausfrau damals und heute den Sonntagsbraten redlich verdient.

Und dann macht man noch eine Entdeckung. Zuerst sinken die Klöße bis fast an den Boden des Topfes und mit der Zeit steigen sie an die Oberfläche und schwimmen hier, als wollten sie direkt auf den Teller hüpfen. Warum?
Klöße, die mit unserem Kloßmehl zubereitet werden sind meistens kalt; das ist gut für die Hände. Im heißen Wasser saugen sich Stärkekörner mit Wasser voll bis sie platzen und bändeln mit anderen Stärkekörnern an. Damit erhält man das lockere Gefüge. Durch die Wärme, die den Kloß durchdringt, dehnt er sich aus. Die Dichte der Masse verringert sich. Somit wird der Kloß durch das aufsteigende heiße Wasser hochgetrieben. Doch zu heiß darf das Wasser auch nicht sein, es darf nicht kochen. Sonst zerfällt das Gebilde und man erhält viel zu dünnen Kartoffelbrei.